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Wie kommen wir weiter mit „Zero Waste“ in Berlin und unserer Nachbarschaft?

Wie „Zero Waste“ können wir leben? Was können wir im Wedding als Teil der Nachbarschaft und Zivilgesellschaft machen? Welche Rahmenbedingungen muss die Politik im Land setzen, um Berlins Müllberg zu reduzieren?

WeddingWandler, Baumhaus und die beiden grünen Landespolitikerinnen Antje Kapek (Fraktionsvorsitzende) und Silke Gebel (umweltpolitische Sprecherin) laden ein zum Austausch und Brainstorming ins sommerliche himmelbeet Low Waste Café. Wissende, Engagierte und Interessierte sind herzlich willkommen!

Als Input wird Silke Gebel ihre Thesen zu Zero Waste in Berlin vorstellen, und über den Stand der Dinge und mögliche Ansatzpunkte in Berlin informieren. WeddingWandler und Baumhaus engagieren sich zum Thema Zero Waste in ihrer Nachbarschaft. Nachdem sie gemeinsam mit dem himmelbeet den EU-Award für ihren Beitrag zur Europäischen Woche der Abfallvermeidung gewonnen haben, soll es jetzt weitergehen. Auf der Veranstaltung wollen sie ihre neue lokale Zero Waste Initiative vorstellen, diskutieren und Ideen sammeln.

**** Hintergrundinfo: Zero Waste für Berlin *****

In Berliner Privathaushalten laden jährlich mehr als 800.000 Tonnen Siedlungsabfälle in den Tonnen. 70% davon werden verbrannt und nur energetisch genutzt. Bei jeder Verpackung, die im Mülleimer landet, geht Energie verloren, Ressourcen werden verbraucht und die Umwelt belastet. Zero Waste ist das Konzept der Abfallvermeidung – Ressourcen werden werden wiederverwendet und möglichst geschlossene Kreisläufe geschaffen.

Zero Waste für eine Stadt mit 3,5 Millionen Einwohner*innen, das klingt nach einer verrückten Idee. Aber Schritte zu Zero Waste wären durchaus gangbar. Warum zum Beispiel gibt es kein Mehrwegsystem für Coffee-To-Go-Becher á la Festivalbecher, was vom Land unterstützt wird? Und warum werden Alt-Elektrogeräte auf den Wertstoffhöfen direkt verschrottet und keinem Funktionstest unterzogen?

Zero Waste ist in erster Linie Abfallvermeidung, denn der beste Abfall ist der, der gar nicht erst anfällt. Und es ist sogar europäische und deutsche Gesetzgebung mit der sogenannten Abfallhierarchie, nach der die Vermeidung der Abfälle oberste Priorität, gefolgt von Weiternutzung und Recycling hat. Erst dann ist die Verbrennung mit einem hohen Heizwert gestattet. Letztere Regelung wird wohl demnächst gekippt werden, Recyclingunternehmen und Umweltverbände hatten auf Einhaltung der Abfallhierarchie geklagt und moniert, dass zu viel Müll verbrannt wird.

Denn so sieht es auch in der Berliner Realität aus: Der Haus- und Gewerbemüll wird verbrannt. Für einen kurzen Moment wird zwar Energie erzeugt, langfristig wird aber vor allem die „Ressource Kunststoff“ zerstört, für deren Herstellung Erdöl genutzt wird. Hier ist die aktuelle Abfallbilanz des Landes Berlin aus dem Jahr 2014: http://www.stadtentwicklung.berlin.de/umwelt/abfall/entsorgung/download/studie_

Diskussionspapier von Silke Gebel und Antje Kapek zur Veranstaltung: http://silke-gebel.de/wp-content/uploads/2016/07/ZERO-WASTE-Silke-Gebel-Antje-Kapek14072016.pdf

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