Flächen-Blog

Worum geht´s

Vielleicht habt Ihr bereits davon gehört: AMANDLA EduFootball e.V. aus München wird zusammen mit der Oliver Kahn Stiftung auf der Fläche, auf der momentan unsere Beete stehen, einen Safe Hub (d.h. ein Fußballausbildungszentrum mit Kunstrasenplätzen) bauen. Der Vertrag zwischen Amandla EduFootball e.V. und dem Bezirksamt Mitte wurde Anfang September 2018 unterzeichnet. Nun ist es also offiziell – das himmelbeet wird zum 31. Oktober 2019 umziehen müssen, wohin ist leider immer noch nicht klar.

Unser aktueller Nutzungsvertrag für die Fläche Ruheplatzstraße / Ecke Schulstraße endet am 31. Oktober 2018, eine Vertragsverlängerung bzw. Duldung für eine weitere Saison auf der Fläche steht momentan im Raum. Wir führen seit mittlerweile mehr als drei Jahren Gespräche mit Verantwortlichen des Bezirksamtes und Vertreter*innen von Amandla eduFootball e.V. um den Nutzungskonflikt der Fläche auf kooperative Weise zu lösen. Während dieser Zeit haben wir sowohl Pläne für die Mehrfachfachnutzung der Fläche Ruheplatzstraße / Ecke Schulstraße durch himmelbeet, amandla eduFootball e.V. und Bezirk, als auch mögliche Alternativstandorte entwickelt, die in den bisherigen Gespräche wenig berücksichtigt wurden.

Nun haben wir also etwas mehr als ein Jahr Zeit, um eine Alternativfläche für den Gemeinschaftsgarten himmelbeet zu finden. Die Rückmeldungen der Fachämter (Straßen- und Grünflächenamt und Schul- und Sportamt) sind in diesem Fall bisher ernüchternd: beide haben auf die letzte Fachanfrage zu möglichen Alternativstandorten nicht reagiert. Hierbei wird ein grundsätzlicher Konflikt deutlich: Das Straßen- und Grünflächenamt fühlt sich nicht für himmelbeet zuständig, da der Gemeinschaftsgarten nach klassischen Kriterien keine "Grünfläche" ist, das Schul- und Sportamt fühlt sich nicht zuständig, da der Gemeinschaftsgarten weder eine Schule noch eine Sportfläche sind. Da ein Großteil der öffentlichen Flächen im Ressort einer dieser beiden Fachämter liegt, wird die Prüfung von Alternativflächen ohne die Unterstützung dieser beiden Ämter eine Herausforderung werden.

Drei Jahre sind eine lange Zeit, da kann man schon mal den Überblick verlieren. Was in den letzten Jahren so geschah findet ihr daher hier.